¡HASTA LA VISTA, BARCELONA!

Auf eine spannende, fünftägige Reise nach Barcelona machten sich kurz vor den Sommerferien insgesamt 16 Spanischschülerinnen und -schüler der Jahrgänge 8 und 9. Begleitet wurden sie von ihrer Spanischlehrerin Anja Fischer und Matthias Reintges.

Am Vormittag des 30. Juni startete das Flugzeug vom Hamburger Flughafen in die katalonische Hauptstadt, so dass die Gruppe bereits am frühen Nachmittag die Zimmer in der modernen Jugendherberge beziehen konnte. Die Kleidung wurde kurz dem herrlichen Wetter angepasst, und dann ging es auf den Hausberg Mont Juïc, der einen atemberaubenden Blick auf die Mittelmeermetropole bot. Das belebte Museumsstädtchen „Poble Español“ war der ideale Einstieg in das spanische Abenteuer, denn es zeigt im Verhältnis 2:1 die Baustile aller spanischen Regionen und beherbergt zugleich viele kleine Ateliers und Restaurants. Gekrönt wurde der erste Abend von den Licht- und Wasserspielen am „Font Mágica“.

Am Vormittag des folgenden Tages machten die Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen eine ausgedehnte Stadtrallye. Für viele wurde sie wegen der ungewohnten Hitze der Mittagszeit, aber auch wegen der vielen Fragen zu einem anstrengenden Marsch durch das Altstadtviertel Gòtic. Die wohlverdiente Erholung und Abkühlung holten sich anschließend alle am Strand. Beim gemeinsamen Abendessen im Restaurant „El Puma“ war ein Großteil der Gruppe wieder fit, und es gab erste Begegnungen mit Tortilla, Ensaladilla Rusa, Paella & Co. Einige probierten sich mutig durch das reichhaltige Buffetangebot, andere eher verhalten. Aber jeder hat etwas für sich gefunden.

     

Der dritte Tag der Reise war dem spanischen Ausnahmearchitekten und -künstler Antoni Gaudí gewidmet. Schon die Besichtigung der „Casa Batlló“ war sehr beeindruckend. Gespannt lauschten alle den Erläuterungen der Führung per Audioguide und staunten nicht schlecht über die vielen Details, die in dem ehemaligen Wohnhaus zugleich praktisch und stilvoll zum Einsatz kamen und heute immer noch ihren Dienst tun. Auf dem Weg zur nächsten Gaudí-Attraktion haben einige noch einen Abstecher in die älteste Jugendstil-Stierkampfarena gemacht und interessante Einblicke in eine umstrittene spanische Tradition erhalten, die zumindest in Katalonien ab September verboten ist.

Die „Sagrada Familia“ war einer der Höhepunkt der Reise. Gaudís Lebenswerk ist selbst 85 Jahre nach seinem Tod noch nicht beendet, aber wer die Ausmaße und vielen zu berücksichtigenden Einzelheiten gesehen hat, kann verstehen, warum das erst jüngst vom Papst zur Basilika geweihte Gebäude immer noch viele Baustellen hat. Mit einem Spaziergang durch den weiter nördlich gelegenen Parc Güell, den Gaudí geplant und angelegt hat, endete das offizielle Programm an diesem Tag. Vom Extremshoppen bis zum Besuch des berühmten Fußballstadions des 1. FC Barcelona lockten viele Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, die trotz der bereits platt gelaufenen Füße wahrgenommen wurden.

     

Nach dem Sonntagsfrühstück wurde der neben der Jugendherberge gelegene Park in Augenschein genommen. Für viele Lacher sorgte hier das Labyrinth, aus dem selbst Herr Reintges nicht mehr so ohne weiteres herausfand. Am Mittag fanden sich alle im alten Stadtzentrum ein, wo ab 12 Uhr eine besondere katalanische Tradition gepflegt wird. Ein kleines Orchester spielt auf den Treppen der Kathedrale und Jung und Alt  fasst sich an Händen und Schultern, um auf dem Platz „Sardana“ zu tanzen. Sie erinnern damit an die Zeiten der Auflehnung gegen die Unterdrückung in der Franco-Diktatur. Danach war noch Zeit, die Dinge zu erledigen und zu besichtigen, die man bis dahin noch nicht geschafft hatte und unbedingt noch machen wollte, denn: Am nächsten Morgen ging es schon wieder zurück nach Deutschland. ¡Hasta la vista, Barcelona!

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