Viel Spaß am Kanufahren an der KGS- Großefehn

Das Paddeln im Kajak und Kanadier – gemeinhin Kanu genannt – wird an der KGS Großefehn immer populärer. Mit dem Schuljahr 2011/12 wurde Kanufahren im schulinternen Lehrplan des Faches Sport im siebten Jahrgang aufgenommen.

Zu Beginn des Schuljahres führen die SchülerInnen ein Kentertraining durch, in dem sie üben aus einem umgekippten Kajak auszusteigen. Das Training findet im Freibad Holtrop statt. Dabei wird anfangs das Befestigen und Lösen der Spritzdecke an Land geübt. Später müssen die SchülerInnen unter Wasser die Spritzdecke lösen und aus dem Kajak auftauchen.

Im Rahmen des Sportunterrichts paddeln die Siebtklässler für sechs Blöcke auf dem Großefehnkanal vor der Schule. Dort üben sie das Lenken und Geradeausfahren im Kajak und Kanadier. Ein Zeitfahren über 500m bzw. 1000m steht ebenso auf dem Programm, wie Slalomfahren und Kanupolo.

Höhepunkt des Kanuunterrichts ist die Kanu-Exkursion nach Huntlosen. Dort finden zwei Tagesfahrten statt.

Sportlehrer Heiko Bockskopf, treibende Kraft im Bereich Kanu an der KGS Großefehn, organisiert eine komplette Woche für den siebten Jahrgang. Jede Klasse bleibt zwei Tage/Nächte in Huntlosen. Die An- und Abreise wird durch Fahrgemeinschaften organisiert. Um hier möglichst effektiv und umweltschonend vorzugehen, nehmen die Eltern, die Kinder hingebracht haben, gleich wieder die Kinder mit zurück, die schon zwei Tage in Huntlosen verbracht haben.

Nachdem alle SchülerInnen am Nachmittag angereist sind und ihre eigenen Zelte aufgebaut haben, findet ein gemütlicher gemeinsamer Abend statt. Es wird Holz fürs abendliche Lagerfeuer gesammelt, gekickt, gequatscht, und, und, und. Gegessen wird im Tipi, das ausreichend Platz für die ganze Gruppe bietet.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen startet die erste Tour in Dötlingen, sodass die SchülerInnen ca. 12km auf der Hunte bis zum Quartier in Huntlosen zurücklegen. Bevor es losgehen kann, müssen natürlich die Boote startklar gemacht, Paddel ausgesucht und die Schwimmwesten und Spritzwesten angelegt werden.

Die Tour Hunte abwärts dauert etwa vier bis fünf Stunden und führt an bewachsenen Ufern durch Wäldchen und zwei Stromschnellen. Hier zeigt sich in einigen Fällen auch, wozu das Kentertraining am Schuljahresanfang dient. ;-)

FOTOGALERIE VON DER HUNTETOUR

Sobald die Boote wieder sauber im Lager sind, kann geduscht werden. Der Grill steht bereit, damit der Hunger gestillt werden kann. Am zweiten Abend kehrt nach der Kanufahrt etwas früher Ruhe in den Zelten ein, als am ersten Abend.

Die zweite Tagesfahrt startet direkt am Campingplatz in Huntlosen. Wieder werden genügend Brötchen geliefert, um ausreichend Kraft für die ca. 10 Flusskilometer auf der Hunte zu haben. Inzwischen sind die SchülerInnen erfahren genug, um sich mit dem nötigen Equipment auszustatten. Einigen merkt man aber auch schon die Strapazen der zwei Nächte im Zelt an. Kaum auf dem Wasser, ist jedoch schon wieder das Strahlen in den Gesichtern der Teenies zu sehen. Das Grinsen wird noch breiter, wenn die erste Stromschnelle gleich zu Anfang der Tour gemeistert wurde. Am Ende der Tour müssen natürlich wieder die Boote gereinigt und ordentlich verstaut werden.

Zum Abschluss der Hunte-Woche kann Herr Bockskopf noch die SchülerInnen seiner Kanu-AG begrüßen, die ebenfalls zwei Tage an, auf und z. T. in der Hunte verbringen.

Bei der Kanutour steht für die SchülerInnen an erster Stelle natürlich der Spaß am Paddeln und am gemeinsamen Zeltlager. Gleichzeitig werden aber auch sportliche Fähigkeiten, wie Kraft, Ausdauer, Koordination, Gleichgewicht, etc. trainiert. Nicht zu vergessen sind die sozialen Aspekte: Ohne Teamwork im Kanadier wird man eher Experte im Bereich Uferbewuchs, als das man den Zielpunkt erreicht. Die SchülerInnen lernen selbstständiger zu werden und gemeinsam dafür zu sorgen, dass das Zusammenleben im Camp funktioniert. Des Weiteren lernen sie, den anstehenden Tag zu planen: Welche Kleidung brauche ich für die Tour? Welches Equipment wird benötigt? Welche Verpflegung ist notwendig für mehrere Stunden auf dem Wasser?

Abschließend muss hier noch angemerkt werden, dass der Preis für die Tour unschlagbar günstig ist: die SchülerInnen zahlen „all inclusive“ nur 24,- €. Bei „kommerziellen“ Anbietern muss für eine ähnliche Fahrt etwa das Vierfache gezahlt werden.

Wir hoffen, dass Herr Bockskopf nie die Lust an den Kanutouren verliert und noch Dutzende Siebtklässler und AG-Kanu-Fahrer die Hunte hinab begleiten wird!

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