Valencia – Eine Stadt voller Lebensfreude

Großefehn, im Juli 2012. Bienvenidos en Valencia (Herzlich willkommen in Valencia) hieß es am 11. Juli 2012 für fünfzehn Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 8 und 9. In Begleitung ihrer Lehrer Matthias Reintges und Anja Fischer erlebten sie fünf Tage lang das besondere Lebensgefühl und die Umgebung dieser ostspanischen Hafenstadt, deren heimliches Wahrzeichen die Zitrusfrüchte, insbesondere Orangen sind.

  

Zum Einstieg ging es in eine der vielen typischen Tapas-Bars, in der für die meisten fremdartige Spezialitäten auf den Tisch kamen. Der Tipp kam von Toñi Lopez, einer Lehrerin der Escuela 2 in Valencia. An die chipirones (Mini-Tintenfische) und pulpo (Krake) wagten sich nur die ganz Mutigen heran, aber gefunden hat jeder etwas auf dem reich gedeckten Tisch.

  

Am nächsten Tag hatten die Spanischschülerinnen und -schüler die besondere Aufgabe, ihre Gruppen durch eine spanischsprachige Stadtrallye zu führen. Auf der dreistündigen Tour durch die Innenstadt wurden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten angesteuert. Dabei waren die Jugendstil-Markthalle mit ihrem Drunter und Drüber an Farben, Gerüchen und Stimmen. Natürlich lagen auch der wunderschöne Bahnhof mit den vielen Fliesengemälden, die Einkaufsstraßen, die als Weltkulturerbe bekannte Seidenbörse (Lonja de la Seda) und die beeindruckende Kathedrale auf dem Weg. Der Glockenturm (Miguelete) gilt als Wahrzeichen der Stadt und gibt einen traumhaften Blick frei über die Dächer der verschachtelten Altstadt bis hin zum Mittelmeer.

  

Am späten Nachmittag kehrte die Gruppe der vor Hitze flimmernden Stadt den Rücken und machte einen Ausflug in das Naherholungsgebiet La Albufera. Der gleichnamige See ist das größte Binnengewässer Spaniens und Heimat zahlreicher Tier- und Vogelarten. Die Besichtigung eines typischen Bauernhauses (barracas) sowie eine Bootsfahrt sorgten für Abwechslung und ein bisschen Abkühlung. Gut zu sehen waren hier auch die riesigen Reisanbaugebiete. Sie liefern den besonderen Reis, den man für die berühmte Paella verwendet.

  

Am folgenden Tag führte ein langer Spaziergang durch das alte, komplett umfunktionierte Flussbett Turia zur Ciudad de las Artes y las Ciencias (Stadt der Künste und Wissenschaften). Der aus Valencia stammende Stararchitekt Santiago Calatrava hat hier einen weitläufigen Gebäude- und Freizeitkomplex geschaffen. Dazu gehört das Oceanográfico, der größte Unterwasserzoo Europas, dessen Besuch auf dem Programm stand und alle restlos begeisterte.

  

Bei mittlerweile 38° Grad Außentemperaturen war dann nur noch eins angesagt: Mit der Metro oder dem Bus peilten alle den Stadtstrand Malvarossa an und stürzten sich dort in die kühlen Fluten.

  

Die Lateinschülerinnen und -schüler führten am letzten Tag durch die Festungsanlagen des geschichtsträchtigen Orts Sagunt, der etwa 35 km nördlich von Valencia liegt. Sie gaben Einblicke in die Entstehung und Geschichte, die bereits im 5. Jahrhundert v.Chr. begann und viele Höhen und Tiefen hatte. Die Schüler berichteten von Iberern, Westgoten, Römern, Arabern und Christen die alle am Bau der Stadtanlagen beteiligt waren. Im Römischen Reich erlebte Sagunt eine Blütezeit und viele lateinische Texte handeln folglich vom Fall der einst reichen Stadt. Hinter den muri veteres (alte Mauern) sind heute noch ein römisches Forum und ein wiederaufgebautes, antikes Theater zu bestaunen.

  

Die Hitze des Tages zog schließlich alle noch einmal an den Strand und ans Wasser. Mit einer zünftigen Paella und einem letzten Bummel durch das Viertel Carmen wurde die erlebnisreiche Fahrt am Abend abgeschlossen. Am Sonntag ging der Flug zurück ins nasskalte Deutschland. ¡Hasta la próxima, Valencia! Bis zum nächsten Mal, Valencia!

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