ON, 18.04.2008

Schülerprojekt „Energie im Wandel

Ergebnisse einer Großefehntjer KGS-Klasse werden auf der Gewerbeschau in Timmel präsentiert

Jok Großefehn. In der Bi­bliothek der KGS Großefehn hatte die Klasse 10 R3 gestern eine Tafel mit unterschiedli­chen Lichtquellen wie bei­spielsweise Sparlampen und Leuchtstoffröhren installiert, die per Knopfdruck in Gang gesetzt wurden. Anhand der „Energiesparwand" infor­mierten die Jugendlichen darüber, wie der Stromverbrauch im Haushalt reduziert werden kann. Sie wird bei der Großefehntjer Gewerbe­schau vom 1. bis 4. Mai im Reitsport-Touristik-Centrum Timmel präsentiert.

Die „Energiesparbande", wie sich die Jugendlichen nennen, ist Bestandteil des Projekts „Energie im Wan­del", das Thomas Balzen von der Firma „VisCreatrix" in Westgroßefehn initiiert hat und von seinem Team aus­getüftelt wurde, dem außer­dem Folkert Onken und Mar­tina Balzen angehörten (siehe auch Seite 1).

Die Großefehntjer KGS-Schüler der Klasse 10 R 3 bastelten unter Leitung ihres Lehrers Wolfgang Meyer (links) ein Modell einer Windkraftanlage und erstellten eine Energiesparwand. Dritter von rechts in der letzten Reihe Thomas Balzen, der das Projekt „Energie im Wandel" initiiert hat. Es soll auf der Gewerbeschau in Timmel präsentiert werden. Foto: Kupka

„Es war uns wichtig, dass die Schüler eigenständig arbeiten. Die Lehrkräfte sollten nur als Coach füngieren", sagte Balzen anlässlich des Pressetermins. Vorgegeben waren Modell-Lösungen in Wort und Bild mit lokalem Bezug.

Eine andere Gruppe der von Lehrer Wolfgang Meyer geleiteten 10 R 3 beschäftigte sich mit der Nutzung regene­rativer Energien und ihren Vorzügen und Nachteilen. In einer Diaschau wurde gezeigt, wie Windkraft- und Biogasanlagen, Solarzellen und Erdwärme funktionieren. Weitere Schüler haben ein Modell einer modernen Windmühle gebaut und erklärten die Technik anhand des in Großefehn gebräuchlichen Typs E-82. „Didaktischer Leiter Martin Aden war sehr angetan, als wir ihm unser Projekt Anfang des Jahres erläuterten", berichtete Balzen, der sich freute, dass die Idee von Detlev Schoone und Johann Schoon unterstützt wurde. Man sei erstaunt gewesen, mit welchem Eifer die Schüler die Aufgabe in Angriff nahmen.

Die Gruppen unterzogen sich in den vergangenen Wochen bereits zweimal der Bewertung durch eine interne Jury. Bei der anschließenden Manöverkritik erhielten die Akteure Tipps zur Verbesserung der Moderation und zum allgemeinen Auftreten als Team. Das Engagement wird mit Zertifikaten belohnt, die - so meint Balzen – etwa bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hilfreich sein können. Sie dienten als Nachweis, dass der betreffende Schüler einsatzfreudig und in der Lage sei, Problemstellungen als Herausforderung zu sehen und selbstständig Lösungen zu finden.

Mit freundlicher Genehmigung der Ostfriesischen Nachrichten, Aurich

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