Ostfriesen-Zeitung, 20.06.2007

 

Schüler erarbeiteten über 2500 Euro für einen guten Zweck

SOZIALER TAG 250 Mädchen und Jungen der KGS Großefehn machten gestern bei der Aktion mit

Beim Awo-Wohnpark zupften Fünftklässler Unkraut. Den meisten machte der Arbeitseinsatz Spaß.

GROßEFEHN / TAT - Selbst mit anpacken konnte Frieda Bertel zwar nicht mehr. Doch die Bewohnerin des Awo-Wohnparks in Großefehn verfolgte von ihrem Rollstuhl aus mit einigen Mitbewohnern interessiert das Treiben der Schülerschar im Garten des Altenheims.

Die Mädchen und Jungen der Klasse 5g2 der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Großefehn waren mit Gartengeräten wie Harken und Rechen angerückt, um in den Beeten klarschiff zu machen.

Insgesamt 250 Mädchen und Jungen der KGS Großefehn machten gestern mit beim „sozialen Tag". Statt in der Schule Mathe oder Englisch zu pauken, gingen sie arbeiten. Der Tageslohn fließt nicht etwa in die Klassenkasse, sondern wird für einen guten Zweck gespendet (siehe Info-Kasten). Nach Worten von Martin Aden, der das Projekt koordiniert hat, haben die Fehntjer Schüler durch Ausmisten von Ställen, Aufpacken von Regalen im Supermarkt oder Gartenarbeit gestern über 2500 Euro erarbeitet. „Eine tolle Leistung", lobte er die Schüler.

Der Erlös vom „sozialen Tag  an der KGS Großefehn- fließt in das Projekt „Miteinander leben". Auf Initiative der Arbeiterwohlfahrt Bremerhaven soll dabei in Serbien und Kosovo die grenzübergreifende Jugendarbeit durch den Bau von neuen Jugendzentren ausgeweitet werden.

Lars (links) und seine Mitschüler aus der 5g2 brachten Blumenbeete beim Awo-Wohnpark in Schuss.

"Wir haben geharkt und Unkraut gezupft", sagte Ina (11). Ihr hat's Spaß gemacht. „Besser als Schule" war das übereinstimmende Urteil der Klasse über den Arbeitseinsatz. „Man kann sich hier die ganze Zeit unterhalten. Das geht im Unterricht ja nicht", so Lena. Kathrin (11) fand das Unkraut jäten langweilig. „Aber das Essen war lecker. Außerdem ist die Arbeit ja für eine gute Sache", fügte sie schnell hinzu.

Zwischen Combi-Markt und Sparkasse hatten Mären, Lena, Elena, Anika, Wiebke und Melanie sich mit ihren Instrumenten aufgestellt. Den ganzen Morgen über unterhielten die musikalischen Mädchen die Passanten mit Gitarren- und Flötenmusik und Gesang und freuten sich über Spenden ihrer Zuhörer.

Maren (von links), Lena, Elena, Anika, Wiebke und Melanie unterhielten gestern Passanten vor dem Combi-Markt in Großefehn mit Musik und Gesang und Seilspringen. fotos: gettkowski

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