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OZ, 22.04.2009 (Zweiter Bericht in den Ostfriesischen Nachrichten)


Sprachbarriere wurde schnell überwunden

BILDUNG Schüler-AG der KGS Großefehn hatte gestern 7. Klassen der Partnerschule aus Pekela zu Gast

200 Jugendliche aus Großefehn und den Niederlanden nahmen an den Wettkämpfen teil. Sie traten in gemischten Teams an.

VON TATJANA GETTKOWSKI

GROßEFEHN - Spiel, Spaß, Action und die Möglichkeit, Gleichaltrige vom Dollard-College in Pekela kennen zu lernen, hatten gestern die Schüler des 7. Jahrgangs der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Großefehn. Sieben KGS-Schüler der Arbeitsgemeinschaft „Projektmanagement" hatten die Veranstaltung organisiert. Unterstützt wurden sie von zahlreichen Lehrern und von Martina und Thomas Balzen aus Westgroßefehn, die die Projektgruppe leiten.

Die insgesamt 200 Schüler aus Großefehn und der niederländischen Partnerschule mussten neun sportlich-spaßige Wettkampfstationen durchlaufen. Die zehn Teams waren immer aus deutschen und niederländischen Mädchen und Jungen zusammengewürfelt. „Wir haben erst seit einem Jahr das Fach Deutsch in der Schule, daher sprechen wir hier meistens Englisch", erzählte Marike (13) aus Pekela.

„Dolmetscher" halfen bei der Verständigung. Jördis-Eve Lienemann, eine Schülerin der Projektmanagement-Gruppe, lernt in der Schule Niederländisch und konnte Verständigungsprobleme ausräumen. "Als die ersten Hemmungen überwunden waren, hat die Verständigung der Schüler untereinander aber auch ohne meine Hilfe geklappt." Siebtklässler Timo Weber (13) hat die Sprachbarriere auf seine Weise überwunden. Mit Dennis Lap, seinem neuen Kumpel aus Pekela, verstand er sich auf Anhieb. "Ich spreche einfach Platt. Das versteht Dennis", sagte er und Dennis nickte zustimmend.

Die Huckepack- Ringreit-Wettkampfe, das Tauziehen und insbesondere das Kanu-Treideln auf dem Großefehnkanal bei herrlichem Sonnenschein kam bei den Jugendlichen an. "Es ist anstrengend, aber macht viel Spaß", riefen Hannah und Victoria (13), die vom Ufer aus das Kanu im Wasser ziehen mussten, und dabei ganz schön aus der Puste kamen. Begeisterte Stimmen hörte man auch von den niederländischen Gästen. "Die Veranstaltung macht Spaß, und die deutschen Schüler sind nett", so das Urteil von Marike. Die Veranstaltung klang mit einer Grillparty und einer Disco mit DJ André Howarth aus. Jördis-Eve Lienemann war zufrieden mit der ersten großen Aktion der Arbeitsgemeinschaft „Projektmanagement". „Es läuft alles", freute sie sich. Der Projektgruppe gehören sieben Schüler der 9. und 10. Klassen an. „Wir haben in die Vorbereitung viel Zeit investiert", so Jördis-Eve Lienemann. Alle Mitglieder hätten davon profitiert. „Wir haben uns besser kennen gelernt. Zum Teil sind auch Freundschaften entstanden." Das nächste Projekt der ehrgeizigen Arbeitsgemeinschaft wird noch eine Nummer größer als die gestrige deutsch-niederländische Schülerbegegnung. Gemeinsam mit Martina und Thomas Balzen wollen die Jugendlichen das Projekt „Tube" realisieren. Ein Bus soll regelmäßig durch alle 14 Ortschaften der Gemeinde Großefehn touren und einen mobilen Treffpunkt für Jugendliche bieten.

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