Ostfriesen- Zeitung,06.05.2007

Schüler und Lehrer aus Polen, den Niederlanden und Großefehn haben sich in den vergangenen drei Jahren bei gemeinsamen Unterrichtsprojekten gut kennen gelernt. Das Foto entstand gestern beim Empfang mit Bürgermeister Olaf Meinen vorm Großefehntjer Rathaus. Foto: Gettkowski

Comenius-Projekt endet nach drei Jahren

BILDUNG KGS Großefehn und ihre Partnerschulen in Polen und den Niederlanden arbeiteten zusammen

Schwerpunktthema war Umweltschutz. Gestern wurde das Ergebnis der Arbeiten aus den verschiedenen Ländern in Großefehn vorgestellt.

VON TATJANA GETTKOWSKI

GROßEFEHN - Drei Jahre lang haben sich Schüler der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Großefehn mit dem Thema Umweltschutz beschäftigt. Zur selben Zeit betrieben auch Jugendliche der Partnerschulen in Kostrzyn (Polen) und Oude Pekela (Niederlande) zu diesem Thema ihre Forschungen. Jetzt geht das dreijährige von der EU geförderte Comenius-Projekt (siehe Info-Kasten) zu Ende.

In den vergangenen Jahren hatten sich die Schüler und Lehrer der drei europäischen Partnerschulen bereits in regelmäßigen Treffen über den Verlauf und die Ergebnisse der einzelnen Projekte ausgetauscht. Gestern haben Schüler aller beteiligten Schulen die Abschlussergebnisse ihrer Arbeit zum Thema „Umwelt erhalten - mit der Umwelt leben" in der KGS Großefehn vorgestellt.

Herausgekommen sind erstaunliche Ergebnisse, von denen in Großefehn sogar die Schule selbst profitierte. Energiesparen im Klassenraum war Thema in einer Klasse der KGS. Die Kinder untersuchten, wie man bei der Beleuchtung Strom sparen kann und verglichen mehrere Arten von Leuchten. Die pfiffigen Fehntjer Schüler fanden dabei heraus, dass Lampen mit einem elektronischen Vorschaltgerät 80 Prozent weniger Energie verbrauchen, dafür aber 20 Prozent mehr Licht erzeugen. Genau solche Lampen hängen nun dort an der Decke. Nach Worten von Bürgermeister Olaf Meinen, der die Schüler gestern Morgen zu einem Empfang ins Rathaus eingeladen hatte, haben sich aus der Zusammenarbeit der Schulen viele weitere Kontakte zwischen den drei Ländern entwickelt.

Comenius

Mit der Aktion Comenius wird die europäische Zusammenarbeit von Schulen, Lehrern und Schülern gefördert.

Ziel dieser Kooperation ist es, die Qualität der Schulbildung zu verbessern und sowie Fremdsprachen an den Schulen zu fördern. Gleichzeitig sollen sich Schüler aus unterschiedlichen Nationen begegnen. Projekte werden von der EU finanziell unterstützt.

Benannt wurde die Comenius-lnitiative nach Johann Amos Comenius (1592-1670). Er war Theologe, Philosoph und Lehrer aus Mähren (heutige Tschechische Republik) und zählt zu den Begründern der modernen Pädagogik.

 

„Bei uns sind dadurch ein regelmäßiger Schüleraustausch und auch Freundschaften zwischen den Schülern entstanden", sagte Martin Aden, didaktischer Leiter der KGS Großefehn, der das Projekt betreut. Für ihn ist das ein konkreter Beleg dafür, dass das Projekt Früchte trägt.

In den nächsten Tagen reisen die Schüler gemeinsam zum Dollard College Pekela in den Niederlanden und zum Gymnasium im polnischen Kostrzyn, um ihre Projektarbeit an den dortigen Scriulen zu präsentieren.