Abgestimmte und transparente Leistungsbewertung an der KGS Großefehn

 

1  Einführung

Die in unserem Leitbild geforderte Transparenz schulischer Prozesse zielt u.a. auch auf die Nachvollziehbarkeit und Gerechtigkeit der Notengebung an der KGS Großefehn. Das Gewicht, das transparente Grundsätze der Leistungsbewertung im "Orientierungsrahmen Schulqualität in Niedersachsen"[1] erhalten haben, bestätigt unsere Entscheidung, diese der Schulöffentlichkeit breiter vorzustellen.

In einem allgemeinen Teil werden die Notwendigkeit und die Grundsätze der Leistungsbewertung auf Grundlage der geltenden Erlasse dargelegt.

Im nächsten Teil werden anhand vorgegebener Fragen die Kriterien der Leistungsbewertung der einzelnen Fächer zusammengefasst. Aufgrund der an Schulen gestellten Vorgaben, sich wandelnden Ansprüchen und schulinternen Veränderungsprozessen, unterliegen die Kriterien der Leistungsbewertung einem Wandel. Wir müssen daher gewährleisten, dass durch jährliche Überprüfungen durch die Fachschaften die Kriterien zur Leistungsbewertung schulintern überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

Die Ergebnisse werden der Schulöffentlichkeit mitgeteilt und den Schülerinnen und Schülern in angemessener Form jeweils zu Beginn eines Schul(halb)jahres von den jeweiligen Fachlehrkräften erklärt.

 

Grundsätze der Leistungsbewertung auf Grundlage der geltenden Erlasse

Jede Schülerin und jeder Schüler hat einen Anspruch auf Anerkennung des individuellen Lernfortschritts. Die Beobachtung des Lernprozesses, die Feststellung der Lernergebnisse und schließlich die Leistungsbewertung haben für sie oder ihn die pädagogische Funktion der Bestätigung und Lernkorrektur, der Hilfe zur Selbsteinschätzung, der Lernhilfe und Ermutigung. Den Erziehungsberechtigten dient die Leistungsbewertung zur Information über die Lernentwicklung und ggf. über besondere Lernschwierigkeiten.

Die Leistungsbewertung darf sich nicht in punktueller Leistungsmessung erschöpfen, sondern muss den Ablauf eines Lernprozesses einbeziehen.

Grundlage für die Leistungsbewertung sind schriftliche, mündliche und andere fachspezifische Lernkontrollen. In allen Fächern haben mündliche und fachspezifische Lernkontrollen eine große Bedeutung.

Lernkontrollen informieren über den Lernstand und Lernzuwachs der Schülerinnen und Schüler. Ihre Auswertung bildet in Verbindung mit den Aussagen in der Dokumentation zur individuellen Lernentwicklung eine Grundlage für Maßnahmen der individuellen Förderung, für Differenzierungsmaßnahmen und für Zeugnisse. Sie geben der Lehrkraft Auskunft über den Erfolg ihres Unterrichts und damit zugleich Hinweise für weitere unterrichtliche Maßnahmen.

Die Fachlehrkraft legt fest, wann sie den Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler bekannt gibt und erläutert. Dies sollte zwei Mal im Halbjahr und früh genug vor den Zeugnissen geschehen. Die am Ende eines Schuljahres angegebenen Zeugnisnoten beziehen sich auf das gesamte Schuljahr. Bei positiver Entwicklung der Leistungen ist im Zweifelsfall die für die Schülerin oder den Schüler bessere Note zu erteilen.

Sollte ein Unterrichtsfach aus organisatorischen Gründen im Laufe des Schuljahres epochal unterrichtet werden, ergibt sich daraus, dass die Halbjahreszensur auch als Endnote – also für Versetzung und Schulabschlüsse gültig ist.

Die in den Zeugnissen festgehaltenen Bewertungen über das Arbeits- und Sozialverhalten erfolgen auf der Grundlage von Beobachtungen, die sich über den Unterricht hinaus auch auf das Schulleben erstrecken. Sie werden von allen Lehrkräften der Klasse gemeinsam erteilt. So genannte Zwischenzensuren sind dabei nicht zu erteilen.

 

Die Noten 1-6 bedeuten folgendes:

Note

Bedeutung:

1

Die Leistung entspricht den Anforderungen in besonderem Maße.

 

2

Die Leistung entspricht den Anforderungen voll.

 

3

Die Leistung entspricht im Allgemeinen den Anforderungen.

4

Die Leistung weist zwar Mängel auf, aber entspricht im Ganzen noch den Anforderungen.

5

Die Leistung entspricht den Anforderungen nicht, jedoch lässt sich erkennen, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind und die Mängel in absehbarer Zeit behoben werden könnten.

6

Die Leistung entspricht den Anforderungen nicht und die Grundkenntnisse sind so lückenhaft, dass die Mängel in absehbarer Zeit nicht behoben werden können.

 

Grundsätzliches zu schriftlichen Arbeiten:

  • Bewertete schriftliche Arbeiten müssen aus dem Unterricht erwachsen und in ihrer Art und in ihrem Umfang der Entwicklungsstufe und dem Lernstand der Schülerinnen und Schüler angemessen sein.

  • Bewertete schriftliche Arbeiten sind in der Regel einige Tage vor der Anfertigung anzukündigen.

  • Während einer Woche dürfen von einer Klasse oder Lerngruppe höchstens drei, an einem Schultag darf nicht mehr als eine bewertete schriftliche Arbeit geschrieben werden.

  • Die Korrekturzeiten sollen im Sekundarbereich I zwei Wochen und im Sekundarbereich II drei Wochen nicht überschreiten.

  • Bei der Korrektur oder bei der Rückgabe der korrigierten Arbeit ist von der Fachlehrkraft die richtige Lösung der gestellten Aufgabe darzustellen oder mit der Klasse zu erarbeiten. Ob von den Schülerinnen und Schülern eine schriftliche Berichtigung anzufertigen ist, entscheidet die Fachlehrkraft.

  • Zeigt sich bei der Korrektur und Bewertung, dass mehr als 30 % der Arbeiten einer Klasse oder Lerngruppe mit „mangelhaft" oder "ungenügend" bewertet werden müssen, so wird die Arbeit nicht gewertet. Von dieser Vorschrift darf mit Zustimmung der Schulleiterin oder des Schulleiters abgewichen werden. Die Klassenelternvertretung ist über die Entscheidung unter Angabe der Gründe zu unterrichten.

  • Hat eine Schülerin oder ein Schüler die Anfertigung einer bewerteten schriftlichen Arbeit versäumt, entscheidet die Fachlehrkraft über Notwendigkeit und Art einer Ersatzleistung. Liegen für das Versäumnis Gründe vor, die die Schülerin oder der Schüler nicht selbst zu vertreten hat, so gibt die Fachlehrkraft auf Wunsch der Schülerin oder des Schülers Gelegenheit zu einer Ersatzleistung.

  • Wird bei oder nach Anfertigung einer bewerteten schriftlichen Arbeit eine Täuschung oder ein Täuschungsversuch festgestellt, so entscheidet die Fachlehrkraft je nach Schwere des Falles, ob die Arbeit gleichwohl bewertet, die Wiederholung angeordnet oder die Note „ungenügend“ erteilt wird.

Weitere Einzelheiten regeln die entsprechenden Erlasse und die Fachkonferenzen konform zu den Vorgaben der Kerncurricula und Rahmenrichtlinien.

 

Erlasse, die die Leistungsbewertung regeln:

  • "Die Arbeit in den Schuljahrgängen 5 bis 10 der Kooperativen Gesamtschule (KGS)" vom 3.2.2004,

  • "Die Arbeit in der Hauptschule" vom 3.2.2004,

  • "Die Arbeit in der Realschule" vom 3.2.2004,

  • "Die Arbeit in den Schuljahrgängen 5 bis 10 des Gymnasiums" vom 3.2.2004

  • "Schriftliche Arbeiten in den allgemein bildenden Schulen" vom 16.12.2004

  • "Zeugnisse in den allgemeinbildenden Schulen" vom 24.05.2006

  • "Verordnung über die Durchlässigkeit sowie über Versetzungen und Überweisungen an den allgemein bildenden Schulen" vom 02.07.2003

  • "Ergänzende Bestimmungen zur Durchlässigkeits- und Versetzungsverordnung" vom 20.07.2005

 

3  Leistungsbewertung in den einzelnen Fächern

Die Fächer werden in der Reihenfolge ihrer Zuordnung zu den einzelnen Aufgabenfeldern vorgestellt.

Durch Anklicken des Faches erhält man die gewählte Information als pdf- Datei.

A
sprachlich-literarisch-künstlerisch

B
gesellschafts-wissenschaftlich

C
mathematisch-naturwissenschaftlich-technisch
 


Deutsch

Englisch

Französisch

Latein

Spanisch

Niederländisch

Kunst

Musik

Gestaltendes Werken

Textiles Gestalten
 


Geschichte

Erdkunde

Politik

Religion

Werte und Normen


Mathematik

Physik

Chemie

Biologie

Technik


Sport

Arbeit / Wirtschaft

Hauswirtschaft
 

 

 

 

 

 


 


[1] Niedersächsisches Kultusministerium: Orientierungsrahmen Schulqualität in Niedersachsen, 2006, Qualitätsbereich 2.4 Lernen und Lehren – Leistungsanforderungen und Leistungsbewertung (Insp. 7) (nach oben)